GRAMMER AG: Deutliche Steigerung der Profitabilität im Geschäftsjahr 2025
27.03.2026 ()
GRAMMER Aktiengesellschaft / Schlagwort(e): Jahresergebnis
GRAMMER AG: Deutliche Steigerung der Profitabilität im Geschäftsjahr 2025
27.03.2026 / 09:00 CET/CEST
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*GRAMMER AG: **Deutliche Steigerung der Profitabilität im Geschäftsjahr 2025 *
· Umsatz erreicht 1.821,2 Mio. EUR (Vj. 1.921,7 Mio. EUR) in weiterhin herausforderndem Marktumfeld
· Operatives EBIT steigt deutlich auf 75,1 Mio. EUR (Vj. 41,6 Mio. EUR) – operative EBIT-Rendite verbessert sich auf 4,1 %
· EBIT liegt bei 69,1 Mio. EUR (Vj. 8,1 Mio. EUR)
· Free Cashflow deutlich verbessert auf 39,1 Mio. EUR (Vj. –18,9 Mio. EUR)
· „Top 10“ Maßnahmen-Programm steigert Profitabilität und stärkt Kostenstruktur nachhaltig
· Ausblick 2026: Leichte Umsatzsteigerung und weitere Verbesserung der Profitabilität
· Neue Mittelfristplanung 2028: Umsatz von rund 2,5 Mrd. EUR bei einer operativen EBIT-Marge von über 5 %
Ursensollen, 27. März 2026 – Die GRAMMER Gruppe hat heute den geprüften Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. In einem weiterhin von geopolitischen Spannungen, handelspolitischen Unsicherheiten und einer schwachen Nachfrage in Teilen der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie geprägten Marktumfeld erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1.821,2 Mio. EUR (Vj. 1.921,7 Mio. EUR).
*Konsequente Umsetzung der „Top 10“ Maßnahmen stärkt Profitabilität*
Trotz des Umsatzrückgangs konnte GRAMMER die Profitabilität deutlich verbessern, was auf eine konsequente Umsetzung des „Top 10“ Maßnahmen-Programms im Berichtszeitraum zurückzuführen ist. Ziel des Programms ist die nachhaltige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität der Gruppe.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) stieg auf 75,1 Mio. EUR (Vj. 41,6 Mio. EUR). Die operative EBIT-Rendite erhöhte sich entsprechend auf 4,1 % (Vj. 2,2 %). Das EBIT belief sich auf 69,1 Mio. EUR (Vj. 8,1 Mio. EUR).
Wesentliche Fortschritte wurden insbesondere durch Kapazitätsanpassungen in EMEA und AMERICAS, die Umsetzung des Sanierungs- und Zukunftstarifvertrags an den deutschen Standorten sowie den weiteren Ausbau des GRAMMER Business Centers in Niš (Serbien) erzielt. Durch die Bündelung administrativer Funktionen und effizientere Prozesse konnten die Verwaltungskosten nachhaltig reduziert werden.
Darüber hinaus fokussierte sich GRAMMER in der Region AMERICAS konsequent auf das Kerngeschäft. In diesem Zusammenhang wurden Beteiligungen außerhalb der strategischen Kernaktivitäten veräußert sowie eine US-Gesellschaft abgewickelt.
Das Ergebnis vor Steuern lag bei 32,5 Mio. EUR (Vj. –23,7 Mio. EUR), das Ergebnis nach Steuern bei 23,5 Mio. EUR (Vj. –48,0 Mio. EUR). Der Free Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich deutlich auf 39,1 Mio. EUR (Vj. –18,9 Mio. EUR).
„In einem anspruchsvollen Marktumfeld haben wir unsere Anpassungsfähigkeit bewiesen und so entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt“, so *Jens Öhlenschläger, CEO und Sprecher des Vorstands*. „Die eingeleiteten Maßnahmen entfalten Wirkung und schaffen eine tragfähige Basis für nachhaltiges Wachstum. Im Mittelpunkt stand dabei die konsequente Fortführung des bestehenden 'Top 10' Programms, das wesentlich zur Stabilisierung und Weiterentwicklung des Unternehmens beigetragen hat – insbesondere durch nachhaltig verbesserte Kostenstrukturen und eine gesteigerte operative Effizienz. Darüber hinaus lag ein klarer Fokus auf der Straffung von Berichtslinien und der Verschlankung der Organisation. So konnten Entscheidungswege verkürzt und die Transparenz im Unternehmen weiter erhöht werden. Mit Blick auf das kommende Geschäftsjahr bleiben wir aufmerksam und setzen unsere strategischen Initiativen konsequent fort, um auch künftig flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können. Trotz weiterhin verhaltener Nachfrage in wichtigen Märkten ist GRAMMER heute deutlich robuster aufgestellt als noch vor einem Jahr.“
*Unterschiedliche regionale Entwicklungen prägen das Geschäftsjahr *
Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2025 war weiterhin von einer regional differenzierten Marktdynamik geprägt. In *EMEA*, der umsatzstärksten Region der GRAMMER Gruppe, stieg der Umsatz leicht um 2,4 % auf 1.069,6 Mio. EUR (Vj. 1.044,3 Mio. EUR). Beide Produktbereiche trugen zu dieser Entwicklung bei. Der Bereich Commercial Vehicles verzeichnete ein Wachstum von 2,9 % auf 449,1 Mio. EUR (Vj. 436,6 Mio. EUR) und der Automotive-Umsatz stieg um 2,1 % auf 620,5 Mio. EUR (Vj. 607,7 Mio. EUR). Damit konnte GRAMMER entgegen dem Markttrend in der Region wachsen, was im Wesentlichen auf die Integration der Jifeng Automotive Interior (JAI) Gruppe zurückzuführen ist. Gleichzeitig profitierte die Region maßgeblich von der konsequenten Umsetzung des „Top 10“ Maßnahmen-Programms. Infolge von Restrukturierungsinitiativen sowie Effizienzsteigerungsmaßnahmen verbesserte sich das operative EBIT deutlich von 25,2 Mio. EUR auf 62,8 Mio. EUR, was zu einer operativen EBIT-Rendite von 5,9 % führte (Vj. 2,4 %).
In *APAC* ging der Umsatz um 11,1 % auf 477,3 Mio. EUR (Vj. 536,6 Mio. EUR) zurück. Ausschlaggebend hierfür war im Wesentlichen eine schwächere Entwicklung im Produktbereich Automotive, in dem der Umsatz aufgrund geringerer Kundenabrufe um 15,6 % auf 341,4 Mio. EUR (Vj. 404,6 Mio. EUR) zurückging. Insbesondere amerikanische und europäische OEMs haben auf dem chinesischen Markt Anteile an lokale OEMs verloren, die mittlerweile mehr als 50 % des Umsatzes von GRAMMER China im Bereich Automotive ausmachen. Hingegen stieg der Umsatz im Produktbereich Commercial Vehicles um 3,0 % auf 135,9 Mio. EUR (Vj. 132,0 Mio. EUR), was insbesondere aus dem Produktsegment Offroad resultierte. Das operative EBIT sank vor allem aufgrund des Umsatzrückgangs auf 43,2 Mio. EUR (Vj. 46,5 Mio. EUR). Die operative EBIT-Marge verbesserte sich auf 9,1 % (Vj. 8,7 %).
Die Region *AMERICAS* verzeichnete einen deutlichen Umsatzrückgang um 19,1 % auf 316,9 Mio. EUR (Vj. 391,7 Mio. EUR). Hauptursache waren vor allem geringere Kundenabrufe sowie das Auslaufen von Baureihen mehrerer OEMs im Produktbereich Automotive, in dem die Erlöse um 24,1 % auf 209,8 Mio. EUR zurückgingen (Vj. 276,3 Mio. EUR). Der Bereich Commercial Vehicles verzeichnete einen Rückgang um 7,2 % auf 107,1 Mio. EUR (Vj. 115,4 Mio. EUR). Das operative EBIT lag bei –14,7 Mio. EUR (Vj. –15,8 Mio. EUR) und wurde durch Anlaufkosten in einem US-Werk sowie Kosten für den Hochlauf neuer Projekte belastet. Die operative EBIT-Marge betrug –4,6 % lag (Vorjahr: –4,0 %).
*Ausblick 2026 und Mittelfristplanung 2028*
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet GRAMMER weiterhin ein herausforderndes Marktumfeld. Insbesondere die Nachfrageentwicklung in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie dürfte regional unterschiedlich ausfallen und weiterhin von geopolitischen und handelspolitischen Unsicherheiten beeinflusst werden.
Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 eine insgesamt stabile bis leicht positive Entwicklung der GRAMMER Gruppe. Wachstumschancen werden vor allem im Ausbau des Automobilgeschäfts in China, insbesondere aufgrund der zunehmenden Bedeutung lokaler chinesischer Kunden, sowie in AMERICAS infolge des Hochlaufs neuer Projekte gesehen. Insgesamt prognostiziert der Vorstand bei stabilen Wechselkursen für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von rund 1,9 Mrd. Euro.
Gleichzeitig geht GRAMMER davon aus, dass die konsequente Fortführung des „Top 10“ Maßnahmen-Programms sowie weitere Effizienz- und Restrukturierungsmaßnahmen zu einer weiteren Verbesserung der Profitabilität beitragen. Dementsprechend rechnet der Vorstand mit einem operativen EBIT für die GRAMMER Gruppe in Höhe von rund 80,0 Mio. EUR (2025: 75,1 Mio. EUR).
Darüber hinaus sieht die angepasste Mittelfristplanung der GRAMMER Gruppe bis 2028 einen Umsatz von 2,5 Mrd. EUR und eine operative EBIT-Marge von über 5 % vor. Dieses Ziel spiegelt die strukturellen Verbesserungen in der Kostenbasis und die gesteigerte operative Effizienz der Gruppe wider. Wachstumstreiber sind insbesondere das Automobilgeschäft in China sowie der Hochlauf neuer Projekte in der Region AMERICAS. Die 2025 geschaffenen strukturellen Grundlagen bilden dabei das Fundament für profitables Wachstum.
Der vollständige Finanzbericht 2025 ist unter https://www.grammer.com/investor-relations/finanzpublikationen/geschaeftsberichte.html abrufbar.
¹ Fortgeführte Aktivitäten. Im Geschäftsjahr 2024 wurde die TMD Group veräußert und als nicht fortgeführte Aktivität ausgewiesen.* *
² Zur besseren Darstellung des Factorings wurden die Vergleichszahlen gegenüber dem Vorjahresabschluss teilweise angepasst. Siehe auch Konzernabschluss Anhangangabe 3.
³ Die Vergleichszahlen wurden gegenüber dem Vorjahresabschluss aufgrund der finalisierten Schlussbilanz des erworbenen Europa-Geschäfts der Ningbo-Jifeng Gruppe teilweise angepasst. Siehe auch Konzernabschluss Anhangangabe 6.
Rundungsdifferenzen bei den Konzernabschlussangaben sind möglich.
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*Unternehmensprofil *
Die GRAMMER AG mit Sitz in Ursensollen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von gefederten Fahrer- und Passagiersitzen für On- und Offroad-Fahrzeuge. Im Bereich Automotive liefert das Unternehmen Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen, hochwertige Interieur-Komponenten und Bediensysteme für die Automobilindustrie an namhafte Pkw-Hersteller und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Der Produktbereich Commercial Vehicles umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze (Traktoren, Baumaschinen, Stapler) sowie Bahn- und Bussitze. Mit rund 11.900 Mitarbeiter:innen ist GRAMMER in 20 Ländern weltweit tätig. Die GRAMMER Aktie ist im Prime Standard notiert und wird an der Börse Frankfurt sowie über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt.
Kontakt:
GRAMMER Aktiengesellschaft
Katerina Koch
Tel.: 09621 66 2222 [email protected] --------------------
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